Studie: Layout vs. Eye-Tracking

Posted on 22 August 2009 by Pixeljobber

Mit der Eye-Tracking Methode versucht man die Wahrnehmung von Betrachtern zu studieren. Es wird die Blick-Verweildauer gemessen. Wie wir aus der Wahrnehmungspsychologie wissen, ist unser “Blickpunkt” – das ist der Punkt mit dem wir scharf sehen – Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Somit können wir Layouts darauf prüfen, ob und wie  unsere Botschaft wahrgenommen wird.

Das Messverfahren funktioniert rein technisch gesehen sehr gut. Ich habe ein wenig recherchiert und zwei Abbildungen gefunden. Abbildung links zeigt die veröffentlichte Studie von Google, diese ist Anfang 2009 veröffentlicht worden. Rechts das Bild zeigt einen Screenshot, welchen ich auf  Youtube geschossen habe.

Meines Erachtens wird bei den “Interpretationen” dieser Studien ein wesentlicher Aspekt vernachlässigt. Die Präferenzen der Probanden!

F-Muster bei textlastigen Seiten (Abb. links)
Ok – Das Ergebnis verwundert mich nicht wirklich. Von klein auf “lernen” wir Texte von Links nach rechts zu lesen. Texte fangen oben an und hören unten auf. Soweit so gut – Aber das gilt nur in den westlichen Ländern. Logischerweise müsste in Ländern, wo von Links nach rechts geschrieben wird, sich exakt das Ergebniss spiegeln. Darüber habe ich keine Studien finden können. Das wäre bei dem wachsenden asiatischen Markt im Bereich eCommerce nicht zu vernachlässigen.

Kein F-Muster auf Seiten mit Bildschwerpunkt (Abb. rechts)
Das ist auch logisch. Ich sehe ein Bild oder Layout und muss mich erstmal orientieren. Dabei tanzt mein Blick über das Objekt und bleibt “präferenz-bedingt” an der einen oder anderen Stelle hängen. Bei dem einen ist es eher eine “knackige Headline”, bei dem anderen eventuell die Farbe Blau. Hier gilt es bei der Gestaltung “Zielgruppengenau” zu Designen – Das ist die Kunst. Was ich übrigens bei dem Film auf Youtube an der Stelle 1:44 merkwürdig finde: Angeblich nimmt keiner  die “extrem-Präsente” Werbung wahr.  Dazu kann ich nur sagen:

Manchmal muss man  Sachen nur groß genug darstellen, damit Sie keiner sieht.

Es wäre ja auch schade, wenn ein “Einheits-Design” dauerhaft erfolgreich bleibt. Es ist und bleibt spannend. In diesem Sinne….

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DER AUTOR

Maik-Christian Breilmann arbeitet als Art-Director im Bereich eMarketing bei Wegner & Partner. In diesem Blog schreibt er über News, Trends sowie allgemeine Dinge zum Thema Marketing und Design.
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